500 Jahre Schutzmantelmadonna in Frauenstein


Fotogalerie von Herbert Podlipnik - 12. Juli 2015

Die Kirche, die auf einem 502 Meter hohen Hügel jenseits der Steyrschucht steht, birgt mit der Schutzmantelmadonna einen der bedeutendsten Kulturschätze des Landes. Die Figur geht auf Kaiser Maximilian I. zurück und ist heuer 500 Jahre alt. Der Legende nach soll der Kaiser im Jahr 1489 vor der holländischen Küste in Seenot geraten sein. Zum Dank für seine Errettung gelobte er, eine Schutzmantelmadonna zu stiften. Gregor Erhart aus Ulm schnitzte sie um 1515 aus Lindenholz.


Unter dem Mantel zu erkennen sind Kaiser Maximilian I. (Dritter von links) und dahinter einer seiner „Minister“, Ritter Florian Waldauf. Auf der rechten Seite befinden sich vermutlich Maximilians zweite Gemahlin Bianca Maria Sforza und dahinter die Frau Florian Waldaufs Barbara Mittenhofer. Die beiden äußeren Figuren sind wahrscheinlich nur wegen der Dreizahl in die Komposition aufgenommen.

Die kleine Wallfahrtskirche Frauenstein birgt einen der bedeutendsten Kulturschätze Oberösterreichs.