Leonstein - meine Heimat in Oberösterreich


Leonstein ist eine Ortschaft der Gemeinde Grünburg in Oberösterreich. Das Gebiet grenzt im Süden (Steyrdurchbruch) und Westen an Micheldorf, im Osten an Molln und im Norden bei Schloss Leonstein an die Ortschaft Obergrünburg.

 

Um 1320 baute Perhtoldus de Lewenstaine (von Löwenstein) aus dem Geschlecht der Rohrer eine Burg auf dem Hausberg. Zusätzlich errichtete er am Fuß des Hambaums eine Kirche im romanischen Stil und eine Friedhofskapelle. Die Kirche war zuerst eine Filialkirche von Syrnicht (Sierning) und ab 1367 eine eigene Pfarre.[1]

1390 wurde die Feste Leonstein von Herzog Albrecht III. belagert und schließlich zerstört, da dort Abgesandte des Salzburger Erzbischofs eingekerkert waren. Damals kam erstmals in Österreich eine Kanone zum Einsatz. Wolfgang von Rohr verkaufte seinen Anteil an der Burg schließlich dem Herzog, der andere Teil gehörte seinen Bruder Wilhelm, der geflohen war. 1397 belehnte Albrecht III. Wolfgang von Rohr wieder. Erhard von Zelking erwarb 1447 von Bernhard von Rohr die Hälfte der Herrschaft. Die Zelkinger errichtenen statt des Bauerhauses Feichta das heute noch bestehende Schloss Leonstein.[2] Seit 1945 ist dort ein Landeskinderheim untergebracht.

Seit 1624 war Leonstein im Zuge der Gegenreformation wieder katholische Seelsorgestation und 1628 wanderte der protestantische Freiherr Christoph von Zelking aus. Es folgten die katholischen Herren von Salburg.[3]

Von 1666 bis 1668 war der heute als Kartograf bekannte Georg Matthäus Vischer Pfarrer in Leonstein.[4] Bier wurde seit 1731 unter der gräflichen Herrschaft der Salburger gebraut, die auch die Herrschaft Klaus besaßen. Der letzte Brauereibetrieb in Leonstein schloss 1907.[5] Die ehemaligen Sensenschmieden in der Schmiedleiten bilden heute das Freilichtmuseum Schmiedleiten.[6]

  

Ort und Pfarre sind nach der ehemaligen Burg bzw. dem heutigen Schloss benannt. Noch in der Urkunde zur Pfarrerhebung 1367 heißen Pfarre und Kirche allerdings „Zum heiligen Stephan an der Wienne“.[1]

 

 

 

 

Text und Inhalt entnommen: Wikipedia

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